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(Un)glückliche Begegnunge...
(Un)glückliche Begegnungen

Einige Tage später griff Ambrose erneut das Thema „Tidewater Rock“ auf, da ihr aktueller Kurs sie zwangsläufig daran vorbei führte. Nisha wollte noch immer mit Gewalt die Festung einnehmen und Ivory beharrte auf den diplomatischen Weg.
Wie üblich waren die Offiziere in Caladirs Kajüte versammelt wenn es etwas zu besprechen gab. Nisha und Fender standen neben der Türe und hatten beide je einen Becher mit Rum in der Hand. Nisha hatte sich inzwischen an ihren Arm gewöhnt und starrte nicht mehr dauernd darauf. Zumindest nicht in Anwesenheit der anderen Offiziere oder der Mannschaft. Auch Caladir ging es wesentlich besser. Nur noch dünne Verbände um dessen Brust zeugten von dem letzten Kampf, während Ivory schon wieder fleißig unter Deck werkelte und keinerlei Spuren mehr von ihrem Nahtoterlebnis zu sehen waren. Nicht bloß Caladir war über ihre sehr schnelle Genesung erstaunt. Im Moment saß sie, wie auch er auf einem Stuhl und lauschten dem Bericht von Ambrose. Vakur war ebenfalls anwesend, auch wenn er sich gerne im Hintergrund aufhielt. Auch er hatte den üblichen Becher Rum in der Hand.
Fender stand wie auch Nisha mit je einem Becher Rum neben der Türe an die Wand gelehnt. Nisha hatte ihren Arm mit den Runen hinter dem Rücken verschränkt.
Ambrose berichte gerade von der Gründerin des Tidewater Rocks, Magna Sturmauge. Sie war auch der erste Hurrikankönig gewesen. Nach ihr hatte ihr erster Maat die Festung übernommen und war ebenfalls schnell zu Macht und Wohlstand gekommen. So erging es auch den nachfolgenden Besitzern der Insel. Erst durch den Friedensvertrag mit Sargava verlor die Festung an Bedeutung, trotzdem rankten sich zahlreiche Legenden um eben diese. Der Hurrikankönig ließ sich das Nichtplündern der Schiffe aus Sargava fürstlich entlohnen.
Caladir fragte: „Ambrose was kannst du uns über die Versorgung der Festung berichten?“
Dieser kratzte sich am Kopf und nahm einen Schluck Rum. Dann räusperte er sich: „Nun, die Festung is‘ an der einzigen Bucht der Insel gebaut. Sonst nur steile Klippen. Da kannst nich wirklich hochklettern oder so und belagern, pah, die ham dort genügend Essen und Wasser, eher verhungern wir selbst.“
„Und die Einfahrt?“ wollte Vakur wissen.
„Die wird von nem großen Turm bewacht und die schießen verdammt gut. Selbst wenn du in den Hafen kommst, raus kommste nimmer…“ Ambrose zögerte kurz: „Harrigan hats mehrmals versucht, habt ja die Schäden gesehn. Die schießen inzwischen schon scharf wenn er nur in Sichtweite kommt.“
Caladir dachte nach und kratzte sich dabei am Kinn: „Viel zu wenige Informationen. Selbst wenn wir in den Hafen reinkommen, wissen wir immer noch nicht, was uns in der Festung erwartet.“
Schließlich meinte Ivory: „Nun mein Gezeitendrache könnte über die Festung fliegen und sich das mal in Ruhe anschauen. Vielleicht sind wir danach etwas schlauer.“
Diese Idee gefiel den anderen recht gut, auch wenn Fender und Nisha weiterhin die nächsten Kamikazetaktiken für eine Eroberung diskutierten. Schließlich gingen die Offiziere mit dem Entschluss die Insel zumindest in Augenschein zu nehmen in die Hängematten.

Am nächsten Morgen, laut Ivory war heute der 21. Erastus standen Ambrose und Caladir am Bug der Blutmaid. Am Morgen hatte er sich der letzten Verbände entledigt und fühlte sich nun fit wie eh und je. Er und Ambrose unterhielten sich gerade über den Bedarf an Lebensmitteln als Caladir am Horizont zwei Schiffe erblickte. Er rief über das gesamte Schiff gut hörbar:
„Schiff ahoi!“ Dann deckte Caladir seine scharfen Augen ab, damit ihm die Sonne nicht blendete, während er die Schiffe in Augenschein nahm. Als er schließlich die Flaggen erkannte, machte sein Herz ein Freudensprung.
Inzwischen waren Fender und Vakur zu ihm getreten und Caladir erklärte kurz was er sah, während Vakur sein Fernglas hervorholte und ebenfalls die Schiffe betrachtete.
„Leute, das eine ist ein Piratenschiff unter Piratenflagge, der Name ist „Teufelspark“ wenn ich die Sauklaue richtig lese und sie jagen ein Schiff aus Sargava, die „Seestern“.“
Vakur nickte und meinte dann nur: „Außerdem ist der Kapitän ein Ork.“
Caladir wurde hellhörig. Er mochte keine Orks und die einzige Halborkin, der er einen gewissen Respekt entgegenbrachte, war Grok von der Wurmholz. Aber auch nur aufgrund ihrer Freundschaft zu Ambrose.
Sargava, das sind sicherlich Händler.“ mutmaßte Ivory. Die ebenfalls neben ihm aufgetaucht war. Überrascht wendete sich Caladir ihr zu.
„Wie wäre es, wenn wir uns beide Schiffe schnappen?“ fragte Nisha. „An Mannschaft haben wir genug.“ „Aye!“, die anderen stimmten zu, während Vakur sich auf den Weg zum Steuer machte.
Caladir blieb am Bug allein zurück und murmelte.
„Orks…“ knurrte Caladir. „Schon weil es Orks sind, sollten wir denen eins auswischen.“
und somit waren ihr nächsten Ziele die beiden Schiffe.
Die Blutmaid nahm Fahrt auf und zog an den beiden Schffen vorbei. Der Plan war, die beiden Streithähne zu überraschen und beide gleichzeitig zu erobern.
Das Manöver gelang und bevor die beiden anderen Schiffe auf die Blutmaid reagieren konnten, fiel die Mannschaft auch schon über die beiden Schiffe her.
Während Caladir und Nisha die kurze Distanz zwischen der Teufelspack und der Blutmaid einfach übersprangen, warteten Fender und Ivory noch einen Augenblick. Vakur beschwor indes einen Levitationszauber und schwebe auf das andere Schiff hinüber. Fender starrte ich dabei nu ungläubig an und murmelte: „Verdammte Magie!“
Kaum auf dem feindlichen Deck angekommen, orientierten sich Nisha und Caladir neu und steuerten siegessicher den Kapitän an. Dieser hatte zu lange Arme und eine zu grünliche Haut um ein Mensch zu sein. Caladir tippte auf Hobgoblin. Ein Zauber traf diesen Kerl doch er schüttelte diesen mühelos ab. Auch der Schuss von Fender ging an ihm vorbei und auch Vakurs Angriff aus der Luft wehrte er mühelos ab.
Doch dann haben Nisha und Caladir ihn erreicht und begannen auf ihn einzuschlagen. Nisha schnitt ihm eine blutige Wunde am linken Arm, während Caladirs Hieb einen netten Schnitt über die Brust hinterließ. Das machten den Käpt’n richtig wütend. Er zog eine seltsame Pistole und schoss auf die beiden. Getroffen müssen beide kurz innehalten, was den anderen eine erneute Gelegenheit zum Angriff bot.
Nisha, Kopf runter!“, kündigte Fender seinen nächsten Schuss an. Diese duckt sich refelxartig und eine Kugel raste knapp an ihr vorbei und auch leider knapp am Hobgoblin. Sofort folgte eine wütender Fluch von Fender, der sich daran machte seine Waffe erneut zu laden.
„„Geh nach Hause du Missgeburt eines Goblins und pflanze Getreide an!“, knurrte Vakur. Doch nur ein leichtes Zittern verriet Caladir, dass dies wohl ein versteckter Befehlszauber war, der jedoch keine Wirkung auf den Käpt’n hatte.
„Pestpusteln sollen deinen Körper überziehen!“, kam es von Ivory. Dieses Mal ist ihr Zauber von Erfolg gekrönt. Sofort erscheinen auf dem gesamten Körper des Hobgoblins eitrige Pusten und dieser beginnt sich zu kratzen. Caladir nutzt die Chance und schlägt mit beiden Händen am Säbel zu. Eine weitere tiefe Wunde zierte den schon recht vernarbten Körper dieses Gegners. Nisha folgte ihm dicht auf und hieb genau in Caladirs Wunde. Die Wucht ist enorm und so schafft sie es sogar den Hobgoblin zu spalten. Blut und Innereien verteilen sich an Deck, als dieser tot in sich zusammenfällt.
„Ich hätte gerne den Kopf.“ meinte Ivory höchst interessiert, als sie und Fender ebenfalls zu dem Toten kommen. Fender schüttelte nur angewidert den Kopf. Sein Blick sagte so viel wie: „Muss das sein?“ aber er enthielt sich eines Kommentares.
Das andere Schiff, die Seestern, stellte ihre Kämpfe ein und ergab sich, als sie mitbekamen, dass der Käpt’n der Teufelspack gefallen war. Es stellte sich als Handelsschiff aus Sargava heraus, welches Früchte und Baumwolle geladen hatte.
Sofort ersann Nisha neue Pläne: „Das ist super! Wir tarnen uns als Händler; mit einem echten Handelsschiff.“ Ivory starrte sie nur ungläubig an. Caladir schüttelte nur grinsend den Kopf. So war Nisha nun mal.
Während die fünf Freunde die Seestern mit einer Rumpfbesatzung bemannen, übernehmen Ambrose, Rosie und Cog das Kommando über die Blutmaid. So machen sich die Schiffe auf den Weg zum Tidewater Rock.
Die Nacht wurde durchgefeiert. Während Fender, Nisha, Vakur und auch Caladir an Deck ihren Spass hatten, blieb Ivory unter Deck.

Am nächsten Morgen schlug Caladir seine Augen auf und war plötzlich hellwach. Irgendetwas musste ihn geweckt haben. Er lauschte und hörte nur den gleichmäßigen Wellengang, der gegen das Schiff schlug. Die Sonne war gerade am Dämmern und es versprach ein heißer Tag zu werden. Doch im Moment war Caladir von einer seltsamen Unruhe erfasst. Leise zog er seine Waffen und schlich geräuschlos zur Tür. Dann fiel ein Schuss und ein gurgelndes Geräusch war zu hören. Sofort stürmte Caladir aus seiner Kabine auf das Deck und erschlug die erstbeste Kreatur, die ihm in die Quere kam. Dann erst überblickte Caladir die Sauerei an Deck. Mehrere tote Mannschaftsmitglieder, allen die Kehle aufgerissen, lagen blutüberströmt über das ganze Deck verteilt. Anscheinend war die Nachtwache von den Sahuagin, die in diesen Gewässern heimisch waren, wieder überrascht worden.
Fender schob gerade einen toten Sahuagin von sich runter, den er erschossen hatte, während ein weitere sich ihm vermeintlich unbemerkt näherte. Auch Nisha erledigte gerade einen weiteren der Sahuagin und brüllte dabei: „Geh mit deinen schleimigen Füßen von meinem Schiff runter!“ Ein weiterer Schuss fiel und der zweite Sahuagin, der sich an Fender anschleichen wollte, sank tot an Deck zusammen.
Der letzte noch stehende Sahuagin starrte etwas irritiert auf das Geschehen. Alle seine Leute waren nach dem anfänglichen Erfolg nun doch alle tot. Caladir fiel auf, dass er reich mit Korallen- und Muschelschmuck behängt war. Wahrscheinlich der Anführer dieser nun toten Bande. Doch Nisha war nun in Fahrt und machte mit ihm ebenfalls kurzen Prozess. Während nun Fender, Caladir und auch Ivory, die gerade an Deck kam, ihr zusahen, steckte Nisha felsenfest davon überzeugt niemand würde sie beobachten ein Amulett von dem Anführer einfach ein. Doch Caladir gelang sogar einen guten Blick zu erhaschen. Das Amulett sah recht wertvoll aus. Während am Rand goldene Korallen angeordnet waren, bestand das Innere aus einem blauschwarzen Metall, welches ein zusammengekniffenes Fischauge zeigte. Ein eindeutiges Zeichen für Dagon.
Caladir wendete den Blick wieder ab. Sollte sie es doch behalten. Er traute den Göttern nicht besonders.
Nachdem sich kein weiterer Sahuagin an Bord befand, wurden die acht armen Mannschaftsmitglieder und fünf der Sahuagin über Bord geworfen. Einen hatte sich Ivory geangelt, sie wollte dessen Kopf ebenfalls einlegen. Inzwischen hatte sie schon eine beachtliche Sammlung an skurrilen Geschöpfen gemacht und auch fast alle Köpfe der getöteten Kapitäne waren in ihrer Sammlung gelandet. Als Caladir sie mal gefragt hatte für was sie die Köpfe denn gebrauchen könnte, meinte sie nur geheimnisvoll, Eine Tages könne sie mit ihnen reden. Er hatte darauf nur erwidert, sie solle dies nicht gerade tun, wenn Fender dabei ist, das würde ihm sicher nicht gefallen. Dabei hatte er gegrinst und sie meinte ebenfalls grinsend: „Aye Käpt’n!“
Später am Tag gingen sie mit der kleinen Flotte an einer Insel mit dem Namen Blutfels vor Anker und machten sich dann mit der Seestern auf den Weg zum Tidewater Rock. Die anderen sollten nachkommen, wenn sie sich innerhalb von zwei Tagen nicht gemeldet hätten.
Session: Game Session - Friday, Feb 22 2013 from 5:00 PM to 8:00 PM
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Was mal gesagt werden mus...
Was mal gesagt werden muss!

…als Caladir wieder zu sich kam, tat ihm alles weh. Er merkte nur, dass er getragen wurde. Trotz seiner Schmerzen zwang sich Caladir umzublicken, doch sobald er die Augen öffnete, blendete ihm helles Tageslicht und zwang ihn dazu wieder die Augen zu schließen.
Er atmete tief ein, was sofort mit weiteren grausamen Schmerzen in Rücken und Brust quittiert wurde. Doch er biss die Zähne zusammen und kämpfte gegen die erneute Ohnmacht an. Er wollte wissen was um ihn herum geschah. Langsam öffnete er dieses Mal nur ein Auge und blickte sich langsam und vorsichtig um. Sein Blick fiel auf einen sehr muskulösen, blutverschmierten Rücken. War das etwa sein Blut? Nur dunkel erinnerte er sich an das eben Geschehene.
Der Rücken war eindeutig der von Hartshorn. Aus seiner Position heraus konnte Caladir nicht wirklich viel erkennen, denn er wurde wie ein Getreidesack von Hartshorn getragen.
Als er vorsichtig den Kopf zur Seite wendete, wallte erneut Schmerz über ihn herein, doch dann sah Caladir den verkohlten Körper von Ivory und er vergaß seinen Schmerz. Sie sah wesentlich übler aus als er. Dann wurde er wieder ohnmächtig.

Das nächste Mal als Caladir wieder zu sich kam, lag er in seinem Bett. Irgendjemand hatte ihn mehr als notdürftig zusammengeflickt, doch die Schmerzen waren nicht mehr so schlimm wie vorher. Nun er würde es wohl überleben. Vorsichtig setzte er sich auf. Schmerzen wandern erneut durch seinen Körper, doch als Kapitän musste er Stärke zeigen. Mit aller Kraft erhob er sich und setzte sich auf einen Stuhl.
Die anderen Offiziere waren ebenfalls anwesend. Fender war inzwischen wieder bei Bewusstsein, torkelte jedoch wie ein Betrunkener durch die Kajüte. Nisha war ebenfalls da. Sie sah abseits auf einem Stuhl und starrte gedankenverloren auf ihren Arm. Hatte Caladir das im Tempel richtig mitbekommen? Nisha hatte diesen Geflügelten tatsächlich geheiratet. Das könnte noch Ärger geben. Tja, Nisha zog so etwas an wie Scheiße die Fliegen. Er seufzte. Wenigstens wurde es mit ihr nie langweilig.
Er blickte zur Tür, als diese sich öffnete. Eine verbrannte Gestalt betrat soeben die Kajüte. Nur ihre Kleidung verriet sie, denn ihre einst helle Haut war im Moment größtenteils von einer schwarzen verbrannten Kruste überzogen, wenn diese nicht abbröckelte und das rote, nässende Fleisch zum Vorschein brachte und ihr einst weißes langes Haar, war auf einige verkohle Stoppeln reduziert worden. Nur wenige Stellen ihrer Haut waren noch wie durch ein Wunder heil geblieben. Aber Caladir glaubte, dass sie im Tempel übler ausgesehen hatte. Außerdem fragte er sich unwillkürlich wie sie in ihrem Zustand schon wieder laufen konnte. Ivory war wohl viel zäher als sie aussah. Zielstrebig setzte sie sich neben Caladir. Fender musterte sie interessiert.
„Ivory? Ist das Ivory? Siehst an gekokelt aus.“, lallte er. Die Flasche in seiner Hand verriet, dass er schon wieder einiges intus hatte.
„Das hat man so, wen man angezündet wurde.“, fauchte sie ihn an.
Fender hielt nun inne und blickte interessiert die anderen an.
„Angezündet? Von wem?“
„Von Harun. Er hat behauptet er sei ein weißer Mann aber dann...“, erzählte Vakur ihm die ganze Geschichte. Auch von seiner Reise berichtete er ihnen. Nur den Teil mit Sandara, die im Moment ein Zombie war, erwähnte er nicht. Caladir fragte Ivory leise. „Wo?“ Sie antwortete ebenfalls leise: „In der Bilge!“

„… Caladir zu Boden gesunken war, betäubte Nisha den Kerl und Vakur stieß ihn in das schwarze Wasser, aber nicht bevor er ihm einen wertvollen Ring abnahm. Dann sammelten wir die beiden Schwerverletzten, sowie die beiden Diamanten aus dem Schädel ein und flohen auf den zusammenstürzenden Tempel.“
„Und ich war nicht dabei...“, seufzte Fender. Dann deutete er auf die Edelsteine, die Vakur auf den Tisch gelegt hatte.
„Einer der Rubine ist 10.000 Goldstücke wert.“, erklärte Caladir Fender, der sich sofort die Hände rieb.
„Und was machen wir damit?“, fragte er aufgeregt.
„Benutzen.“, antwortete Vakur und wirkte zufrieden.
Caladir nickte, mit einem solchen Edelstein konnte man einen gefallenen Kameraden wiederbeleben.
„Ja aber wisst ihr was? Wir wurden die ganze Zeit rein gelegt.“, erklärte Nisha. Mit einem Nicken deutete sie auf Ivory. Caladir blickte zu ihr und zog die Augenbrauen hoch.
„Wirklich?“ Er wollte es nicht glaube. Er konnte es nicht glauben. Es machte auch nicht wirklich Sinn, aber das sollte Nisha genauer erklären und dann sollten die beiden das miteinander klären.
„Reingelegt? Reingelegt? Wer hat sich den auf dem Altar wie eine Hure gewunden und den Dämon geheiratet?“ Das klang für Caladir schon eher nach Verrat, aber wenn Nisha den Dämon liebte? Wer war er schon, dass er seinem 1. Maat den Partner vorschrieb.
„Nisha hat geheiratet?“, Fender blickte zwischen Ivory und Nisha hin und her.
„Ja, Nisha hat geheiratet. Auf ihrer Stirn stand förmlich <Nimm mich!> und einen Kuss hat sie ihm nach gehaucht!“, zischte Ivory. Das war Caladir eindeutig entgangen, nun er stand die meiste Zeit auch mit den Rücken zum Altar und war mit diesem „Priester“ beschäftigt gewesen.
„Das stimmt. Aber das hab ich nur gemacht, um zu erfahren, woher ich komme. Im Gegensatz zu dir, falscher Schlage!“, brüllte Nisha zurück. „Der Rabe war ein Teufel!“
„Ein Teufel?“, keuchte Fender. Caladir und Vakur hoben nur die Augenbrauen. Fender wirkte geschockt. Während die Damen sich weiter beschuldigten, erblickte Fender den Drachen.
„Die Dominator konnte uns nur finden weil DU sie her geführt hast!“, beschuldigte Nisha Ivory.
„Ich? Sag mal hast du sie noch alle? Warum sollte ich mir das Schiff unterm Hintern weg schießen lassen?“
„Es ging nicht um das Schiff. Es ging um Plugg; damit wir ihn nicht töten können.“
Ivory musste Luft holen. „Boah. Glaubst du allen Ernstes dass ich noch hier auf diesem Schiff wäre, wenn ich für seine Entführung verantwortlich wäre? Wenn ich so was inszeniert hätte, wäre ich mitgegangen!“, konterte sie Nisha aus. Beide starrten sich böse an.

„Ähm, was ist das?“, mischte sich Fender ein und deutete auf den blauen Drachen. Der hinter Ivory vorschielte. Sofort legte sie ihm eine Hand schützend auf die Schulter.
„Ein Gezeitendrache.“, antwortete sie Fender.
„Und wo hast du den her?“, fragte er weiter interessiert.
„Den hat sie bei einem Familientreffen kennen gelehrt.“, spottete Nisha mit leicht schriller Stimme.
„Familientreffen?“, nicht bloß Fender schien verwirrt. Auch Caladir blickte sie überrascht an.
„Das ist Aquitharaxis, mein neuer Vertrauter.“, erklärte Ivory Fender.
„Aqua... dingsda. Lutz wäre einfacher gewesen.“, seufzte Fender.
„Ich bin sehr stolz auf meinen Namen.“, beschwerte sich der blaue Drache. Fender zuckte sofort zurück.
„Das Ding kann ja sprechen!“, rief Fender und starrte Aqutharaxis ungläubig an. Ohne den Blick von ihm abzuwenden griff er wieder nach seiner Flasche, die er abgestellt hatte.
„Natürlich kann ich sprechen!“, fauchte der Drache wütend. Fender nahm einen tiefen Schluck aus seiner Rumflasche ohne dabei den Drachen aus den Augen zu lassen. Erst als er die Flasche wieder absetzte, hatte er sich wieder halbwegs beruhigt und entspannte sich zusehends.

„Viel wichtiger ist doch, dass Vakur uns gefunden hat oder?“, schritt Caladir schließlich beschwichtigend ein. Nisha grinste sofort.
„Schade dass ich bei den Kurus nicht dabei war. War sicher lustig, aye Käpt‘n?“, bei Nishas Worten wurde Vakurs Blick finster.
„Nein Nisha war es nicht!“, grollte Vakur.
„Warum? Klang doch ganz lustig. Der Käpt’n nackt auf einem Stuhl.“, Fender nahm einen weiteren Schluck Rum. Caladir blickte entnervt zur Decke. Zum Glück hatten weder Fender noch Nisha ihn so gesehen. Sonst hätte er sich das wohl die nächsten Wochen regelmäßig anhören müssen.
Wenn er Vakur und Ivory richtig verstanden hatte, hatten die Kurus vorgehabt ihn zu opfern um den Gott, der wie sie glaubten, in ihm gefangen war zu befreien.

„Du hast noch gar nicht nach dem letzten Mitglied unserer kleinen Expedition gefragt.“, erinnerte Ivory Fender mit einer leichten spitzen Zunge.
Fender blickte sich kurz im Raum um und fragte mit einem Mal: „Sandara? Was ist mit ihr? Ist sie verletzt?“, sofort bekam Fender einen sorgenvollen Ausdruck.
„Verletzt ist nicht das richtige Wort.“, rückte Vakur zögernd mit der Wahrheit heraus.
„Was? Wieso? Jetzt sagt schon!“, Fender begann unruhig auf seinem Stuhl zu wippen. Er hatte sich nach dem Anblick des Drachens erst einmal setzen müssen.
„Ihr fehlt unter anderem ein Arm.“, sagte Ivory frei heraus.
„Was?“
„Ivory hat Recht. Sie ist nicht mehr ganz so... gesund.“, Caladir suchte nach Worten um es Fender schonend bei zu bringen. Noch einen der Amok lief und das auch noch auf dem Schiff, wollte er sich nun doch nicht antun, aber andererseits welche Alternative hatten sie. Sandara war im Moment ein Zombie und wenn sie nicht aufpassen, würde sie innerhalb der kürzesten Zeit die ganze Mannschaft verwandelt haben. Also musste Fender es erfahren. Trotzdem schien sich niemand zu trauen, sondern das Unausweichliche nur heraus zu zögern.
Ivory verdrehe die Augen und holte schließlich tief Luft.
„Du kannst ihren Gesundheitszustand, wenn du es so nennen möchtest, mit seinem vergleichen.“, dabei deutete Ivory auf Aaron Ivy, der schon fleißig an ihrem Gürtel verweste. Einige Fliegen umkreisten den Kopf und ein recht süßlicher Duft stieg von ihm auf. Selbst die Tinkturen, die Ivory immer wieder an ihm testete um seinen Duft zu überdecken, schienen nicht wirklich zu helfen. Vielleicht sollte er ihr in der nächsten Stadt ein vernünftiges Parfüm kaufen. Erneut schweiften seine Gedanken ab, doch Fender holte ihn sofort wieder zurück indem er aufsprang, den Stuhl um stieß und aus der Kajüte stürmte.
„DAS hättest du ihm auch netter beibringen können.“, meinte Nisha düster.
„Herzchen und Schleifchen wie?“, konterte Ivory in der gleichen Tonlage. Dann stand sie ebenfalls auf.
„Naja womöglich glaubt er, sie sei tot. Nun der Kopf sieht auch schon recht tot aus und riechen tut er ebenfalls so.“ meinte Caladir nur. Vielleicht hätte er von Anfang an reinen Tisch machen sollen. Tja das hatte er nun davon.

„Ich geh mal in die Bilge und schau mir Miss Quinn mal genauer an. Ich will wissen mit was wir hier herum fahren. Wenn sie ansteckend ist, müssen wir Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.“, Caladir nickte Ivory zu. Vakur nickte ebenfalls.
Nur Nisha war schon wieder in Gedanken versunken und starrte auf ihren Arm. Ivory folgte ihrem Blick und starrte ebenfalls auf die Armmalerei. Dabei legte sie ihre Stirn vor Anstrengung in Falten. Nach einer Weile gab Ivory es jedoch auf und zischte:
„Verfluchte Runen.“
„Meinst du Nishas Runen?“, fragte Caladir und sie nickte.
„Ja. Gefährliche Runen die sich in den Geist einschleichen...“
„Ach Blödsinn.“, das hatte Nisha überraschend gehört. Dann konzentrierte sie sich wieder auf die Runen. Nach einer Weile hob sie den Kopf.
„Siehst du? Nichts passiert. Was du wieder hast.“
Ivory schnaubte verächtlich. und wendete sich zur Tür.
„Also ich mach mich jetzt auf den Weg zum Zombie.“, mit diesen Worten ging sie zur Tür. Nisha riss sich von ihrem Arm los und trottete ihr lustlos nach.
Kurz darauf ging auch Vakur um den Kurs des Schiffes zu kontrollieren. Ihr nächstes Ziel waren die Shackles und Ambrose hatte etwas vom Tidewater Rock erzählt, dieser lag auf dem Weg dorthin. Wenn sich die Lage etwas beruhigt hatte, würden sie überlegen wie man diese Festung am einfachsten plündern könnte. Die letzten Herren sollten laut Ambrose recht reich gewesen sein.
Session: Game Session - Friday, Feb 22 2013 from 5:00 PM to 8:00 PM
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Tempeltour
Tempeltour

Zwei Wochen später kehrte Vakur mit der Blutmaid zu der Inselgruppe zurück, wo er seine Freunde zurück lassen musste. Ihm war es nach tagelanger Flucht schließlich gelungen die Dominator abzuhängen und war dann, da es sich gerade anbot weiter nach Senghor gefahren .Dort hatte er die komplette Ladung der Blutmaid gelöscht und war nun wieder zu der Inselgruppe zurückgekehrt um die anderen Offiziere einzusammeln. Auch wenn er es nur ungern zugab, die fünf waren ihm doch irgendwie ans Herz gewachsen.
Als sie schließlich an der verwüsteten Insel vorbei kamen, wusste Vakur, dass sie ihr Ziel endlich erreicht hatten. Er ließ ein Beiboot zu Wasser und machte sich mit Tam, Rosie, Plucky und Hartshorn zum Strand auf. Sie steurten gleich die Stelle an, die nach Kanoneneinschlägen aussah. Doch von den Offizieren fehlte jede Spur. Vakur wertete dies als gutes Zeichen. Fünf Leichen würden nach zwei Wochen immer noch deutliche Spuren hinterlassen.
Nicht weit entfernt fanden sie weitere Spuren von Menschen. Als sie diese schließlich folgten, landeten sie in einem verlassenen Lager. Während Plucky damit beschäftigt war Vakur und die anderen Begleiter zu belästigen und dabei auch vor hinterlistigen Angriffen nicht zurückschreckte, musterte Hartshorn die Gegend fasziniert und vergaß dabei seine eigentliche Aufgabe. Es interessierte ihn nicht wirklich, dass die Glut in der Feuerstelle noch heiß war und im ganzen Lager Spuren eines Kampfes deutlich zu finden waren. Einige Speere wie sie wilde Völker nutzten steckten in den Bäumen oder im Boden.
Da Plucky erneut zu einem Angriff auf Vakur ansetzte, rief Cog überrascht: „Schaut euch mal das hier an. Hier liegt eine recht große und recht tote Echse. Scheint Fender gewesen zu sein.“ Dabei zeigte Vakur auf ein großes rundes Einschussloch in der Stirn des großen Dinos.
„Hartshorn, fang den Papagei und stell ihn ruhig!“ befahl Vakur unbeherrscht, nachdem dieser ihn erneut gebissen hatte. Diese Bisse mit dem Schnabel waren sehr schmerzhaft und einige blutige Wunden zierten bereits Vakurs Körper.
Harthorn, der sich ebenfalls den Dino angeschaut hatte, suchte sofort nach dem Vogel, während die anderen weiter den Spuren in den Dschungel folgten. „Hey Hartshorn, vergiss den Vogel und komm endlich!“ Das war Rosie Stimme, also gehorchte Hartshorn und folgte den anderen weiter in den Dschungel.
Diese neugewonnene Freiheit nutzte Plucky sofort aus und griff erneut Tam und Vakur an. Hartshorn hörte nur einen lauten Fluch: „Drecksvogel!“
Kaum ein paar Meter weiter wurden sie von einem recht wütenden Tiger angegriffen. Sofort setzten sie sich zur Wehr und auch Hartshorn schlug mit seiner Keule nach dem Tier. Doch dieser ließ sich nicht beeindrucken, sondern fiel über Tam her und schleifte ihn in den Dschungel. Dieser wehrte sich verbissen, doch ein Hieb mit der mächtigen Pranke des Tigers besiegelte Tams Schicksal. Der Kopf des Zwerges flog durch den Wald und schlug gegen einen Baum. Doch von seinem Sieg hatte der Tiger nichts. Ein heimtückischer Angriff von Plucky tötete den Tiger. Vakur ließ den Kopf von Tam einsammeln. Dann schickten sie eine Nachricht an das Schiff und ließen Cog als Ersatz für Tam kommen. So wie es aussah, würden sie noch ein wenig Kampfkraft benötigen.
Als Cog eingetroffen war und man ihm die Situation erklärt hatte, bestand dieser auf ein würdiges Begräbnis für Tam. Jedoch waren andere nicht der gleichen Ansicht und es entbrannte ein heftiger und vor allem lauter Streit.
So laut, sodass eine Gestalt in den Büschen aufschreckte und losrannte. Doch sie kam nicht weit. Cog und Rosie schossen diese Gestalt kurzerhand über den Haufen. Bei genauerer Begutachtung stellte sich das Opfer als Kuru, ein Mitglied der hier einheimischen Kannibalen. Wo ein Kuru war, waren andere selten nicht weit. Wie auf Kommando hörten die Freunde plötzlich Trommeln durch den Dschungel schallen.
Sie folgten dem Getrommel und erreichten einen Palisadenzaun. Kurzerhand schlichen sie um diesen Zaun um zu dessen Eingang zu gelangen. Schließlich erreichten sie das Tor und mussten gleich feststellen, dass dort zwei Kuru-Krieger Wache hielten. Durch
Während Vakur versuchte sich anzuschleichen, stürmten Cog und Hartshorn auf die beiden Wilden zu und erledigten diese bevor die beiden reagieren konnten. Trotz des Lärmes, welchen die beiden dabei machten, kam keine Reaktion aus dem Dorf. Vorsichtig blickten die Freunde durch das Tor und schauten sich das Spektakel auf dem Dorfplatz an.
Einige der Kuru-Krieger tanzten um eine völlig nackte Gestalt, die eine recht große und hässliche Maske trug. Doch noch während sie das Bild beobachteten, flog Plucky kurzerhand zu dem Gefesselten und löste die Maske. Diese fiel scheppernd zu Boden und die Freunde erkannten nun in dem Gefangenen Caladir wieder.
Ohne weiter Nachzudenken, als wenn dies eine Stärke von Hartshorn gewesen wäre, stürmt dieser auf voller Freude auf Caladir los. Mögliche Krieger, die sich ihm in den Weg stellten, wurden ohne Zögern mit der Keule aus dem Weg geräumt. Vakur folgte ihm und mit seinem Blitzatem räumte er einen Großteil der anderen Krieger aus dem Weg, die Hartshorn noch nicht erreicht hatte.
Rosie schlich indes um die Hütten herum und fand einen fremden Gefangenen. Dieser bat sie um Hilfe, doch sie ignoriert ihn einfach.
Mit großem Entsetzen entdeckten die Offiziere noch weitere Bekannte in dieser Siedlung. Sandara war nicht tot, sondern zu einem Zombie geworden und griff nun ihre ehemaligen Kameraden an. Doch Vakur und den anderen gelang es sie ruhig zu stellen und zu fesseln. Dann machten sie sich daran die Hütten zu durchsuchen. Erst jetzt brachte Rosie den Gefangenen zu Vakur und dieser fragte ihn nach seinen Namen.
Höflich stellte sich dieser vor:
„Mein Name ist Harun ben Rashir ben Ismail. Ich bin ein reisender Weiser auf der Suche nach alten Tempeln. Ich bin euch vielmals zu Dank verpflichtet für meine Rettung.“
„Schon gut, weißt du was über andere Gefangene?“ fragte Vakur ungeduldig.
„Nein tut mir leid. Ich war hier allein, soweit ich bei Bewusstsein war.“
Dann erblickte er Caladir, der immer noch völlig geistesabwesend und sabbernd auf dem Stuhl saß, während Hartshorn neben ihm Wache hielt.
„Oh, aber ihm könnte ich helfen.“ erklärte Harun als er Caladirs Zustand sah.
„Dann tue es.“ meinte Vakur.
Harun ging zu Caladir nahm dessen Kopf in seine Hände und begann einen fremdklingenden Singsang. Kurz darauf löste er sich wieder von ihm.
„So, erledigt, jetzt müsste es ihm besser gehen.“
Mit einem Blinzeln kam Caladir wieder zu sich und schaute sich vorsichtig um. Sofort hielt er sich seinen Kopf, als ein höllischer Kopfschmerz durch diesen raste. Sein Blick flimmerte und er sackte etwas zusammen. Dann stellte er fest, dass er nur von einer hässlichen Maske bekleidet wurde und als nächstes begriff er, dass er auf einen Stuhl saß. Sein nächster Blick fiel auf die zerschnittenen Stricke, die zu seinen Füßen lagen. Er richtete sich auf, nur um erneut eine Schmerzattacke in seinem Schädel zu fühlen. Langsam blickte er sich um und erkannte Hartshorn neben sich. Das beruhigte ihn erst einmal. Dann richtete er den Blick auf den Mann vor sich, der einen auffälligen weißen Turban auf seinem Kopf hatte.
„Mein Name ist Harun ben Rashir ben Ismail. Ich bin ein reisender Weiser auf der Suche nach alten Tempeln und möchte gerne meine Dienste anbieten.“ sprach der Fremde in gebrochenen Elfisch zu ihm. Caladir fühlte sich geschmeichelt, auch wenn dessen Aussprache des Elfisch mehr als grauenhaft war. Wieder war ihm klar warum Elfen ihre Sprache so ungern von Außenstehenden gesprochen haben wollten.
„Vielen Dank Harun ben Rasch... Harun reicht, oder? Was ist hier los?“
„Keine Ahnung mein Herr. Auch ich war ein Gefangener der Wilden. Erst eure Männer haben mir wieder die Freiheit geschenkt.“
Caladir dachte kurz nach. Immer noch versuchte er seine Gedanken zu ordnen. Eins nach dem anderen. Zuerst brauchte er seine Kleidung und wenn möglich auch seine Waffen wieder.
„Verdammt, wo ist meine Kleidung!“ mit diesen Worten wendete er sich an Hartshorn, der immer noch neben ihm Wache hielt. Hartshorn antwortete auf seine Frage indem er auf eine Hütte zeigte. Anscheinend hatte Vakur das Lager der Kuru gefunden und ihr bereits darauf hingewiesen. Gemeinsam gingen sie dort hin und Caladir fand tatsächlich seine komplette Ausrüstung wieder. Auch seine leibgewonnene Kapitänsjacke und seine beiden Waffen lagen dort. Doch von einem schwarzen Säbel, einer Pistole oder einem Elfenbeindolch fehlte jede Spur. Nachdem er sich angekleidet und ausgerüstet, trat er sichtlich erholt vor die Hütte. Doch schon trat Rosie vor ihm und ohne Vorwarnung trat sie ihm gegen das Schienbein. Caladir reagierte sofort und packte die Halblingsdame am Kragen und hob sie hoch?
„Was soll der Scheiß? Behandelt man so seinen Kapitän?“
„Verdammt noch mal, wo sind die anderen? Wir sind hier nicht umsonst nach zwei Wochen Flucht und Irrfahrt zurückgekehrt!“
„Was weiß ich, ich kann mich nur noch an eine gewaltige Explosion erinnern…“ Caladir wurde leiser und setzte gedankenverloren die Halblingsdame wieder ab. Er fasste sich an den Kopf. Ihm wurde erneut schwindelig. Soll der Angriff der Dominator schon zwei Wochen her sein? Was hatten sie in den letzten beiden Wochen gemacht und wie ging es dem Rest. Lebten sie überhaupt noch?
Caladir nahm einen tiefen Atemzug und riss sich zusammen. Dann ging er zu Vakur und Harun.
Sie brauchten eine Informationsquelle. Vielleicht bekamen sie ja etwas Brauchbares aus einem der Einheimischen heraus. Einen Krieger der Kuru, der ihre Sprache sprach oder zumindest verstand wäre sehr nützlich. Denn leider fehlte von Ivory, die als Dolmetscherin dienen konnte, ebenfalls jeder Spur.
„Gibt es Gefangene?“, frage Caladir in die Runde.
Kaum hatte er die Frage gestellt, kam Cog zufrieden dreinblickend zu den Offizieren zurück, während er seine Waffe säuberte. „So, alle Kurus sind tot. Ich habe ihnen das gegeben, was sie verdienten.“
Caladir blickte ihn sprachlos an und er schüttelte nur ungläubig den Kopf. Doch ein dumpfes Hämmern erinnerte ihn daran, dass er noch nicht wieder ganz fit war. Dann deutete Harun auf Sandara, der ein Arm fehlte und die auch nicht mehr ganz lebendig war. Erst jetzt sah Caladir welches Schicksal sie ereilt hatte. Die Frau war zu einem Zombie geworden. Das würde Fender das Herz brechen.
„Wir können sie bringen zurück, meine jungfräuliche Retterin.“, mit diesen Worten sprach Harun zu Rosie, die ebenfalls traurig auf Sandara geblickt hatte, rissen Caladir aus seinen immer noch wildabschweifenden Gedanken.
Harun berichtete, dass er einer Expedition angehörte, die ein nahe gelegenes Heiligtum untersuchen wollte, wo sie die Quelle des ewigen Lebens vermuteten. Mit diesem Artefakt könne er auch Sandara helfen. Leider wurden sie von den Kurus gefangen und seine anderen Begleiter wurden bereits von den Kurus verspeist. Er selbst hatte Glück, dass Vakur und dessen Begleiter hier auftauchten bevor es auch ihn getroffen hatte.
Aus Ermangelung anderer Vorschläge machten sie sich schließlich auf dem Weg zu dem Heiligtum von dem Harun ihnen berichtet hatte.
Wenn der Tempel nahe war, bestand durchaus eine Chance, dass seine Freunde in diesem Tempel gefangen waren.
Kaum hatten sie das Dorf verlassen, fanden sie einen gut ausgetretenen Pfad, den sie weiter folgten. Sie erreichten schon bald einen Tempel, der vom Dschungel gut verdeckt wurde. Am Eingang standen einige Säulen, die jedoch schon teilweise umgestürzt und mit Pflanzen überwuchert waren. Aus Ermangelung anderer Möglichkeiten fesselten sie Zombie-Sandara an eine der Säulen und gingen dann in den Tempel.
Kühle, modrige Luft umspülte ihre Nasen und die Umstellung vom hellen Tageslicht auf das nun dämmrige Licht der Fackeln war für die meisten eine Umstellung. Der Boden war uneben und an den Steinwänden sah Caladir fremdartige Muster und Bilder.

Schließlich kamen sie an eine große Felstür, die sich nicht ohne weiteres öffnen ließ. Hartshorn warf sich dagegen, aber es rieselte nur etwas Staub auf die Truppe. Caladir hielt ihn von einer weiteren Aktion ab. Zuerst lauschten sie. Aus dem Raum tönte eine beschwörende Stimme:
„Komm oh großer Herr. Nimm diese Braut als die deine an!“
Schulterzuckend blickten sich Vakur und Caladir an. Sie ließen von der Türe vorerst ab.
Stattdessen schlich Cog den seitlichen Abgang hinab um zu spionieren. Kurz darauf kam er zurück.
Sein Blick war nicht begeistert.
„Da unten gammelt die Hexe rum.“, dabei machte er eine Geste, die andeutete, dass diese Hexe auch nicht mehr ganz klar im Kopf zu sein schien. Caladir wurde hellhörig und steuerte sofort den Gang an, aus dem Cog eben zurückgekehrt hatte. Eine Hexe? Vielleicht war es sogar Ivory. So schnell wie die glitschigen Stufen sowie der geistige Zustand von Caladir es zuließ, lief er den hinab und hielt erst kurz vor dessen Ende an. Vorsichtig blickte er in den dämmrigen Raum und tatsächlich. In der Mitte tanzte und sang Ivory in einer Sprache, die ihm nicht geläufig war.
Sie schien ebenfalls nicht ganz sie selbst zu sein. Caladir ging kurz entschlossen zu ihr und begann sie zu schütteln.
„Hallo Ivory! Wir sind wieder da!“ Sie blickte ihn mit glasigem Blick an und nur langsam schien sie ihn zu erkennen.
Dann fiel ihm das Tier auf Ivory Schulter auf, welches mit einer Krebsschere in seine Hand kneifen wollte. Anscheinend war es nicht erfreut, dass Caladir Ivory an den Schultern gepackt hatte. Caladir betrachtete das Wesen genauer. Es war blau und hatte einen Echsenkörper, zwei Flügel und schien eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Drachen zu haben.
„Ivory, ist das Illska?“ Caladir starrte das Wesen unverhohlen an.
„Nein, und erwähne seinen Namen nie wieder!“ fauchte sie sofort, mit einem Mal war sie wieder bei vollem Bewusstsein. Erst jetzt erkannte sie Caladir vor sich und sofort hellte sich ihre Stimmung wieder auf.
„Hallo Käptn, schön dich zu sehen. Das ist mein neuer Vertrauter.“ Mit diesen Worten strich sie zärtlich über den Kopf des Meerdrachens. Der inzwischen auch damit aufgehört hatte nach Caladir zu schnappen, nachdem dieser Ivorys Schultern wieder losgelassen hatte.
Dann machte sie sich daran ihre Ausrüstung zusammen zu suchen.
Die anderen durchforsteten inzwischen die restlichen Zellen und in einer davon fanden sie sogar Fender. Dieser war im Vergleich zu Caladir und Ivory jedoch absolut nicht ansprechbar. Egal was die drei abbekommen hatten, Fender hatte es am schlechtesten vertragen. Kein Versuch ihn zu wecken war von Erfolg gekrönt.
Zuerst rüttelten sie ihn und schrien ihn an. Dann versuchten sie es mit Ohrfeigen, sogar eine Schüssel mit Wasser, Caladir hoffte, dass es Wasser war, wurde ihm ins Gesicht geschüttet. Aber ohne Erfolg.
Als Hartshorn ebenfalls Hand anlegen wollte, hielt Caladir ihn zurück und meinte: „Lass das mal lieber sein. Wir wollen ihn aufwecken und nicht noch tiefer in den Schlaf schicken.“ Caladir hielt inne. „Hartshorn, trag Fender einfach nach oben!“
„Wo ist Nisha?“ fragte Ivory nachdem sie sich fertig angezogen hatte und nun ebenfalls zu den anderen trat. Caladir zuckte mit den Schultern. „Das wollten wir eigentlich dich fragen.“
Harun war nun ebenfalls zu den anderen gestoßen und betrachtete Ivory interessiert.
„Werte Dame, wie ich sehe sind sie betroffen von der Krankheit genannt Vampirismus.“
„Was?“ Ivory drehte sich um und blickte den Fremden böse an. Schon in diesem einen Wort ließ Böses ahnen.
„Vampirismus. Aber keine Sorge, das Artefakt welches wir suchen, kann das heilen.“
Ivory konnte trotz ihrer geringen Größe furchteinflößend sein. Dies hatte sie schon oft in den Kämpfen gezeigt, doch dieses Mal schien sie zur Furie zu werden. Das Blut schoss ihr in den Kopf und sie durchbohrte Harun förmlich mit ihren Blick. Sie zischte gefährlich leise:
„ICH.BIN.NICHT.KRANK!“, dann ging sie ohne ihn noch eines weiteren Blickes zu würdigen den Gang hinaus.
Unterwegs gab Vakur ihr eine kurze Zusammenfassung über die aktuelle Lage und was bisher passiert war. Die Nachricht, dass Sandara noch lebte, schien Ivory mit gemischten Gefühlen aufzunehmen.
Wieder standen sie vor der großen Felstür. Inzwischen hatte Cog sich an dem Schließmechanismus zu schaffen gemacht und diesen erfolgreich geoffnet. Durch einen kleinen Spalt konnten die anderen in den Raum blicken.
Zahlreiche Fackeln erhellten den großen Saal. der hinter der Felsentür lag. Zwei große Wasserbecken begrenzten den Mittelgang, der zu einem erhöhten Altar führte. In den Becken war schwarzes Wasser und keine Reflektion der Fackeln spiegelte sich darauf.
Am Altar stand ein Kultist mit den Rücken zu ihnen und bot eine gefesselte Person einer großen, steinernen und geflügelten Kreatur dar. Wahrscheinlich ein Abbild des Gottes, welcher der Kultist anbetete. In der einen Hand hielt er eine Peitsche, die mit einigen Dornen besetzt war. In der anderen Hand konnte Caladir einen Kristallschädel erkennen, in dessen Augen zwei große wertvolle Edelsteine eingearbeitet waren. Die gefesselte Person war so gut wie nackt und die Gruppe erkannte das Opfer sofort. Es war niemand anderes als Nisha. Natürlich, wo sollte sie auch sonst sein. Immer dort, wo es die fette Beute gab. Nur glaubte Caladir, dass die Sache mit dem Altar und den Fesseln sicher nicht so ganz ihr Plan gewesen war.
Harun erklärte ihnen: „Das ist der Wächter.“
„Mir ist egal was er ist. Wir töten ihn!“, knurrte Ivory nur. Auch Caladir hatte seine Waffen gezogen und machte sich bereit in die Halle zu gehen. Beide waren wild entschlossen Nisha dar rauszuhauen.
Mit aller Kraft wurde die Türe nun komplett geöffnet, damit sie auch in den Raum kommen konnten. Leider ging das nicht lautlos und die Froschmänner wendeten sich zu ihnen um.
„Nimm diese Braut an!“ Der Kultist schien nicht von den Neuankömmlingen mitbekommen zu haben. Die ersten Froschmänner machten sich jedoch langsam auf den Weg zu ihnen. Cog reagierte sofort und schoss einen Pfeil auf den erstbesten. Dieser starb ohne Geräusch.
Caladir stürmte direkt auf den Altar zu. Er traute dem Tempel nicht wirklich und bevor er sich in langatmige Kämpfe verstricken ließ und dabei nur wertvolle Zeit verlor, wollte er lieber die Unachtsamkeit des Kultisten ausnutzen. Sein letzter Befehl bevor er losrannte lautete: „Mir nach!“ Das ließ sich Hartshorn nicht zweimal sagen. Schnell legte er Fender am Rand des Vorraumes ab und lief Caladir hinterher.
Vakur bevorzugte eine vorsichtigere Variante und ignorierte dabei den Befehl des Kapitäns indem er nach rechts in den Gang abbog. Cog und Harun folgten ihm mit etwas Abstand. Hier stellten sich ihm gleich zwei dieser Froschmänner entgegen und zu allem Überfluss erwachte auch gleich noch eine der beiden Statuen zum Leben, die bisher unbeachtet am Rande des Saals gestanden hatten.
Ein Pfeil auf dem Dunkeln des Raumes traf Caladir, doch er ignorierte den Treffer. Es verriet ihm nur, dass am anderen Ende ebenfalls einige Froschkreaturen warteten.
Obwohl ihn niemand folgte, griff Caladir den Kultisten sofort an, als er ihn erreichte. Dieser wendete sich plötzlich um und benützte den wertvollen Schädel um Caladirs nächsten Hieb abzublocken. Als der Säbel auf den Schädel traf, erstarrte Caladir mitten in seiner Bewegung. Aus den Augenwinkeln sah er nun, dass sich aus den pechschwarzen Becken Wasserelementare erhoben, die sich anschickten seine Freunde zu attackieren.
Ein lautes Krachen verriet ihm, dass etwas großes umgefallen sein musste. Leider konnte Caladir durch diesen verdammten Schädel sich nicht umwenden und nachsehen, geschweige dem sich selbst verteidigen oder angreifen.
Ein weiteres lautes Geräusch verriet Caladir, dass die große Tür wieder ins Schloss gefallen war. Jetzt steckten sie wirklich in der Scheiße. Nicht nur, dass die halbe Offiziersmannschaft lieber ohnmächtig herumlag, nein sie mussten sich auch noch trennen, weil Vakur nicht auf ihn hören wollte. Was konnte jetzt noch schiefgehen?
Plötzlich zuckte ein heller Lichtstrahl an Caladir vorbei und traf den Kultisten. Dieser zuckte vor Schmerz zusammen und Caladir kam frei. Die Chance nutzend, schnitt Caladir sofort durch den Kultisten. Dabei löste sich etwa aus dem Schatten, der den unteren Teil des Kultisten umgab und eine Art Tentakel fiel leblos zu Boten. Doch der Kultist war nicht mehr an ihm interessiert. Vielmehr begann diese sich nun Richtung Eingang zu bewegen. Caladir überlegte kurz.
Nishas Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. „Ja, ich will!“
Sein Blick fiel auf die Statue des Geflügelten, die nun keine Statue mehr war. Sofort schlägt Caladir nach der Kreatur und verpasste ihm eine tiefe Wunde. Nur um mit Entsetzten dabei zu zusehen, wie sich diese wieder schloss. „Verdammte Dämonen!“ fluchte er. Doch der Geflügelte war viel zu sehr mit Nisha beschäftigt als ihn weiter zu beachten. Ein weiterer Strahl aus dem hinteren Teil der Halle traf den Kultisten, welcher sich immer mehr in Rauch verwandelte und seinerseits Strahlen durch die Halle schleuderte. anscheinend lieferte er sich mit jemand im hinteren Teil der Halle einen erbitterten Kampf. Dabei nutzte er den Schädel geschickt um sich zu schützen. Plötzlich splitterte etwas und Caladir sah wie der Kristallschädel zerbrochen zu Boden stürzte. Ein hässlicher Fluch, der von keinem aus seiner Mannschaft kam schallte durch den Saal. Woraufhin vom Kultisten eine ähnlich klingende Antwort ertönte. Caladir verstand kein Wort, aber es klang mehr als unappetitlich. Plötzlich ertönte Ivory Stimme, ebenfalls in dieser seltsamen Sprache. Nisha, die immer noch auf den Altar lag und sich zu befreien versuchte und dabei den lüsternen Avancen des Geflügelten ausgesetzt war, hielt kurz inne und blickte sich zu Ivory um. Auch Caladir blickte sich kurz um und starrte entgeistert auf Ivory, die sich auf dem Weg zum Altar befand. Caladir wusste, das Ivory viele Sprachen beherrschte, aber auch so eine unappetitliche? Dann könnte sie ihnen ja erklären war hier gerade los war.
Dann sah Caladir aus den Augenwinkeln wie sich die zweite Statue zu bewegen begann und auf die anderen zubewegte. Hartshorn reagierte sofort und rammte diese ebenfalls. Mit nur mäßigen Erfolg dieses Mal. Es gelang ihm nicht die Statue umzustoßen, doch durch die Wucht des Aufpralls ließ sie zumindest ihre Waffe fallen.
Caladir blickte sich um. Etwas störte ihm am Anblick des Raumes. Etwas schien zu fehlen, doch ihm fiel es nicht weiter ein. Aus den Augenwinkeln sah er jedoch wie eine halbnackte Nisha dem Geflügelten ihre Hand reichte. Kaum hatte dieser ihre Hand ergriffen, begannen leuchtende grüne Linien und Symbole über ihren Arm zu wandern. Doch Caladir beachtete dies nicht weiter. Er ging etwas auf Abstand. Dann stürmte Cog an ihm vorbei und griff den Geflügelten an. Dieser hatte sich schon wieder auf den Rückweg gemacht und hielt nun inne. Bei seinen Angriff hatte er auch gleich Nishas Ausrüstung mitgebracht, die sie nun voller Freude anzog und ihrerseits auf den Dämon losging. Aha, wohl gleich der erste Ehekrach. Caladir blickte wieder zu dem Kultisten. Wenn er den Dämon nicht töten konnte, musste jemand anderes dran glauben. Wütend über seine aktuelle Hilflosigkeit, nahm er seinen Bogen und feuerte einen Pfeil auf den Kultisten, der immer weiter in die Richtung der anderen schwebte. Der Pfeil surrte durch die Luft und prallte wirkungslos an dem Kultisten ab. Es schien als hätte diese einen Schild. Entnervt starrte Caladir durch den Raum.
Inzwischen hatte sich auch Ivory zum Altar vorgearbeitet als plötzlich ein starker Wind aufkam und die Wolke, in die sich der Kultist verwandelt hatte einfach verwehte. Das sah eindeutig nach Vakurs Werk aus. Immerhin ein Gegner weniger, blieb nur noch der Dämon hinter ihnen.
Caladir wollte sich schon zu Ivory begeben um einen Zauber als Waffe zu erhalten, als sich Harun völlig rasen vor Wut auf Ivory stürzte und sie mit einem mächtigen Flammenzauber zu verbrennen versuchte. Lichterloh sank sie zu Boden. So schnell die Flammen Ivory umhüllten, so schnell waren sie auch wieder weg. Doch der Zauber hinterließ einen verbrannten Körper, der nur noch wenig mit Ivory zu tun hatte.
Caladir stürmte voller Entsetzten und Wut auf Harun zu. Mieser Verräter, das würde er büßen. Niemand ging so mit seinen Freunden um. Erst recht nicht mit Ivory!
Nur um sich plötzlich in einer total verzerrten Realität wiederzufinden. Caladir bewegte sich plötzlich wie in Zeitlupe. Alles um ihn herum schien zu wabern und von einer seltsamen Regenbogenaura umgeben zu sein und auch der Klang der Geräusche eierte. Noch während er überlegte ob das eine Illusion war, traf ihn ein übler Schnitt über den Rücken, welcher ihn taumeln ließ. Er wollte sich erheben und erneut auf Harun losgehen, doch noch bevor er einen weiteren Schritt machen konnte, traf ihn ein weiterer Hieb quer über die Brust. Rotes Blut spritze in Zeitlupe aus der Wunde und Caladir wartete auf den Schmerz, der nicht kommen wollte. Er fühlte sich im Moment sogar recht gut. Obwohl er gleichzeitig erkannte, dass dies wohl sein Ende sein würde. Ein dritter Treffer schickte ihn schließlich zu halbtot zu Boden. Schade, er konnte sie weder retten noch rächen…
Session: Game Session - Friday, Feb 01 2013 from 5:00 PM to 8:00 PM
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19.Arodus 4711
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Angekommen in Port Peril geht jeder seinen eigenen Dingen nach. Fender durchstreift die Kneipen mit zwei Dirnen an der Seite, der Haifisch sammelt weiter Informationen, Vakur handelt, Caladir sucht jemand der seinen Armheilen kann und Sandara zurück holt und Nisha und Ivory gehen shoppen.
Während Nisha Probleme mit ihrem Runenarm hat; das Körperteil verliert nicht nur alle Nägel sondern wird auch immer länger, gleich einer Tentakel, sucht Ivory nach neuer Kleidung.

Caladir kommt zurück mit der Nachricht, das es einen Tempel gebe der ihnen bei dem Sandaraproblem helfen könnte.
Fender und der Haifisch sind noch nicht zurück, so zieht die Gruppe ohne die beiden los. Der Eiserne Tempel ist das Ziel. Dieser hat am Eingang in den Tempel einen geöffneten Schädel und einen Mann der Hacken verkauft. Laut dem Verkäufer verliert man seine Hand, wen man nicht würdig ist. Ivory schlägt vor, das Nisha die Hand in den Schädel legt.
„Wen jemand Pirat ist, dann du!“, sagt sie und Nisha tut es. Die Tür öffnet sich.
Leider muss die Gruppe erfahren das der Priester schon seit drei Jahren tot ist aber der nackte Bibliothek schickt die Gruppe in die Stadt zurück, dort gebe es Jemand der ihnen helfen könnte. Denera heißt die Frau und so zieht die Gruppe wieder los.

In der Stadt trifft die Gruppe einen Zwerg, er ist blind und sitzt am Straßenrand. Er ist auffälliger als die anderen Bettler und so spricht ihn die Gruppe an. Sie erfahren das er auf die Bitte seines Kapitäns hier sitzt und etwas an eine würdige Person übergeben soll. Leider wurde der Gegenstand gestohlen. Der Dieb würde um die Mittagszeit in einem Gasthaus warten.

In diesem wiederum wartet die Gruppe etwas und trifft dann Harun wieder. Der versucht die Gruppe dazu zu bringen, das sie ihm einen „Gefallen zu gegebener Zeit“ machen. Er möchte irgendwo hin gebracht werden. Dabei lässt er durchblicken das Ivory diese Zeit wohl nicht mehr erleben wird, sie hat er im „Morgen“ nicht gesehen.
Nach etwas hin und her gibt Harun ihnen eine Sanduhr mit einem Schiff die nicht kaputt geht als Nisha diese zu Boden fegt. Nicht einmal das Boot bewegt sich.
Recht genervt verlässt Ivory die Kneipe.

Gegen Ende des Mittags erreicht die Gruppe (entlich) den Laden. Die Inhaberin ist eine Anhängerin der Pathfindergeselschaft und im Gespräch mit ihr wird klar, das die Gruppe einen Priester braucht um Sandara zurück zu holen. (Ivory geht das ganze hin und her auf die nerven, es ist abzusehen das sie wohl bald die Priesterin zurückwünschen wird nur damit das gerenne aufhört)
Die Gruppe soll eine Audienz beim Piratenkönig fordern, dieser hat Priester um Sandara wieder zu beleben.

Session: Game Session - Friday, Jun 28 2013 from 5:00 PM to 11:00 PM
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Wiedersehen macht Freude; auf jedenfalls reibt sich Ivory freudig die Hände. Was der Hexe im Kopf herumschwirrt, spricht sie nicht aus.
Chaulky wird entwaffnend, an einen Stuhl gebunden und dann mit einem Schwall Wasser aufgeweckt. In dem darauf folgenden Verhör erfährt die Gruppe dass das liebe Schiffsmädchen seinen Platz verloren hatte und nun gezwungen wurde, das Deck zu schrubben.
Aye, die Arme...
Ivory begutachtet derweil den Kopf.

Harrigan wollte, das sie eine Nachricht an eine gewisse Captain Pialoosa weiter gibt, die Nachricht wurde ihr aber gestohlen. Ivorys Neugier wurde geweckt und mittels eines Zaubers sucht sie in Chaulky Erinnerungen nach der Nachricht. Kurz darauf fegt Ivory einen Krug vom Tisch, ihre Wangen vor Zorn gerötet.
Durch zusammengebissene Zähne erklärt sie ihren Freunden das die Nachricht verschlüsselt war und die Verschlüsselung ist ihr wohl vertraut: Der Chelaxianische Geheimdienst bedient sich diesem.
Lesen kann sie das allerdings nicht.

Aber für war hat Ivory Köpfe? Während Chaulky noch mal verhört wird, nichts dabei herauskommt, such Ivory in aller ruhe den Kopf von Commander Kyan Kain, ehemaliger Kapitän der Unterdrücker.
Mittels Magie erweckt sie ihn zum Leben und stellt ihm fragen. Zwei der insgesamt drei Fragen kann er ausweichend Antworten. Bei der dritten Jedoch, antwortet er. Ivory frägt ihn:
„Was verbindet Cheliax mit Kapitän Harrigan, im positiven Sinne für Cheliax?“
Commander Kyan Kain erklärt daraufhin das Harrigan das Werzeug ist um die Piraten zu vernichten.

Damit ist es klar: Harrigan ist ein Verräter der mit Cheliax unter einer Decke steckt.
Die Frage ist jetzt, was stellt die Gruppe mit diesem Wissen an? Und wer wird ihnen glauben?
Ivory will daraufhin nach Ambrose rufen. Für sie ist es jetzt wichtig herauszufinden, wie lange Harrigan schon ein Verräter. Ambrose steht zur Verwunderung aller schon vor der Tür.

Das darauf folgende Gespräch wird im,er seltsamer. So kann nach einigem nachhacken herausgefunden werden das Ambrose für eine „alte Freundin“ Harrigan im Auge behalten hat, Bezebel alles lesen kann und der treue Koch vielleicht sogar ein Spion ist!
Um Ambroses geliebte, die ihn verlassen hatte (oder umgekehrt?) handelte es sich um Tessa Fairwind; die Herrin von Quent. Einene freien Kapitän die, sollte der Huricankönig in den nächsten Tagen sein Leben lassen, die Krone erhalten würde.
Session: Game Session - Friday, Jun 28 2013 from 5:00 PM to 11:00 PM
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Last updated by Mythforger (Nhytewulf)
on November 11, 2013 11:24
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